Basler Fasnachtsmusiker und Komponist
*14.04.1919 in Zürich, †16.01.1986 in Basel, von Kilchberg (ZH) und Speicher (AR), 1956 eingebürgert in Basel. Sohn des Johannes Schmid und der Amalie, geborene Lutz. ⚭1950 Elsa Duffner (1921–2003), keine Kinder.
Dury Schmid wuchs in Zürich auf, durchlief die dortigen Schulen und absolvierte eine kaufmännische Lehre bei Musik Hug. Dieser Firma blieb er auch nach seinem Umzug nach Basel treu. Bis zu seiner Pensionierung war er 20 Jahre lang Leiter des Notensortiments.
Schmid spielte schon in jungen Jahren Querflöte. Mit diesem Instrument wirkte er in verschiedenen Kammermusikensembles und Amateurorchestern. Er absolvierte den Militärdienst als Trompeter. In Basel kam er mit der Fasnachtsmusik in Berührung. Er trat in die Fastnachtsclique Alte Glaibasler ein und wechselte später zur Märtplatz-Clique. Dort amtete er von 1972–1976 als Pfeiferinstruktor.
1970 begründete Dury Schmid zusammen mit Georges Mathys und Otti Wick das «Museumskonzärtli», eine Vorfasnachtsveranstaltung, die damals in den Räumlichkeiten des Naturhistorischen Museums Basel stattfand, an der Trommel- und Piccolomusik auf hohem Niveau dargeboten wird. Zudem wirkte Schmid auch als Kampfrichter an regionalen und eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfesten sowie am Offiziellen Preistrommeln und -pfeifen in Basel, dort auch als Jurychef.
Schmid komponierte vier Basler Piccolomärsche: Gässler (1956), Läggerli (1971), Hypokras und Burgunder (1980). Im Hypokras verwendete er die Melodie des Volkslieds S'wott aber e luschtige Summer gäh. Mit dem Läggerli schuf Schmid ein Stück, das zum festen Bestandteil im Repertoire praktisch jeder Fasnachtsclique wurde. Die Beliebtheit dieses Marschs zeigt sich auch darin, dass er für Blasorchester und Jazzbands bearbeitet wurde.
Christian Zingg: "Schmid, Dury (Hans Arthur)", in: Dictionnaire de la musique en Suisse, Version du: 22.04.2026. En ligne: http://mls-dms.ch/view/schmid-dury-hans-arthur-BIZV. Consulté le 25.05.2026.